Künstler des Atelierhauses öffnen ihre Ateliers

"Engel" von Bernhard&Meyer Skulptur aus Holz, farbig gefasst

In den einzelnen 8 Ateliers sind ganz unterschiedliche Techniken zu sehen. Das Spektrum reicht von Malerei, Zeichnung, Fotografie und Digitalem bis zu skulpturalen, textilen und konzeptuellen Werken. Die Künstler laden herzlich ein und freuen sich über interessante Gespräche mit dem Publikum.

Das Programm der Offenen Ateliers beginnt mit einer Lesung im großen Ausstellungsraum. Die Frankfurter Germanistin Ina Frenz liest aus ihren Gedichtbänden. Zeitgleich mit den offenen Ateliers kann im Obergeschoss im RAUM6 die Ausstellung des Künstlers NEDE mit dem Titel „KONSUM“ besichtigt werden.

Informationen zu den einzelnen Künstlern und Ateliers

Katrin Beger-Merla  ist fasziniert von der Farbe weiß und der Haptik des Textilen. In genähten Bildern werden amorphe Naturformen sichtbar. Diese Naturformen werden erneut aufgegriffen und noch präzisiert in Kunstwerken, die auf mikroskopischen Aufnahmen basieren.

Bernhard&Meyer präsentiert neue skulpturale Arbeiten aus seinem Zykluswerk „Engel“. Der Werkstoff ist Holz, farbig gefasst in Öl, Acryl oder Dispersion. Im Außenbereich vor dem Atelierhaus zeigt er erstmalig die Installation „Wir sind alle Coca-Cola“. Dieses Marketinggut par excellence bearbeitet B&M seit Mitte 70er immer wieder unter unterschiedlichen Aspekten.

Vera Fles-Schönegges  Schwerpunkt ist einerseits Fotografie, andererseits fast abstrakte Malerei, in der häufig Landschaften angedeutet werden. Eine delikate Farbigkeit ist bei beiden Techniken zu sehen. Außerdem leitet Vera Fles-Schönegge die schon Tradition gewordene Sommerakademie des Atelierhauses.

Johanna Krimmel ist als begnadete Zeichnerin u.a. Mitglied bei den „urban sketchers“. Ihre naturalistischen Zeichnungen oder Ölgemälde können im Obergeschoss besichtigt werden. Johanna Krimmel kombiniert ihre klassisch anmutenden Werke oft mit modernen Techniken und Medien und schlägt so eine Brücke zwischen Tradition und Moderne.  

Zoya Sadri, eine Künstlerin die aus dem Iran stammt, ist seit diesem Jahr neu im Atelierhaus. Das Spektrum ihrer Arbeiten ist weit gefasst mit Zeichnungen, Malerei und Skulptur. Sie bereitet aktuell eine Einzelaustellung im Atelierhaus unter dem Titel „UTOPIA“ vor.

Brigitte Satori-Constantinescu beschäftigt sich seit einiger Zeit mit digitalen Collage und Film. Wobei sie häufig mit der Komponisting Edith Quis zusammenarbeitet und auch raumbezogene Installationen herstellt.

Georg Schrabecks Atelier bietet vor allem Freund:innen der Druckkunst etwas: alte Druckmaschinen und die dazugehörigen Letten aus Blei können besichtigt werden sowie damit gefertigte Kunstwerke und Künstlerbücher.

Michaela Schrabeck präsentiert virtuelle Werke im dreidimensionalen digitalen Atelierhaus sowie Pläne für eine Ausstellung „Unheimlich Großartig“ im Herbst. Interessierte können ausprobieren, wie eine Ausstellung mit einer VR-Brille besichtigt werden kann. Außerdem zeigt Michaela Schrabeck neue Collagen, an deren Gestaltung eine  künstliche Intelligenz  beteiligt war.

Sa. 23. + So. 24. April, jeweils von 14 bis 18 Uhr.

 

 

Austellung NEDE „Konsum-Andachts-Raum“ im RAUM 6

Der Darmstädter Künstler NEDE alias Peter Debusi präsentiert vom 15. April bis 15. Mai 2022 einen Konsum-Andachts-Raum im Atelierhaus Darmstadt. Zum Zwecke der Andacht ist der RAUM 6 im Atelierhaus Darmstadt in ein begehbares Gesamtkunstwerk verwandelt. NEDE thematisiert den Überfluss unserer Konsumgesellschaft in einer Rauminstallation mit Bildern und Objekten aus einer siebenjährigen Werksphase.

Der Künstler transformiert Verpackungen und anderen Konsum-Müll in Kunstwerke. Er sieht seine Werke als Abbilder unserer gesellschaftlichen Obsessionen. Konsum-Abfall wird beim ihm zum Medium für Kommunikation, Speicher unserer Geschichte und zur Opfergabe. Konsum als Genuss, Sucht, Zerstörung und provokative Macht. Andacht halten bedeutet für den Künstler, das jeder frei seiner persönlichen Anschauungen dem Konsum seine Aufmerksamkeit, Anteilnahme oder Kritik entgegenbringen kann.

NEDE ist während der Öffnungszeiten persönlich anwesend. Er bietet allen BesucherInnen ein Künstlergespräch an zu einem weiten Themenkomplex. Konsum als Sündenfall? Konsum als Erlösung? Konsum als therapeutische Aufgabe? Konsum der neue Glaube? Konsum der letzte Gesellschaftskitt? Funktioniert Demokratie ohne Konsum? Mehr Informationen zu NEDE bietet seine Künstlerwebseite: www.debusi.de

Die Ausstellung in der Riedeselstrasse 15 ist geöffnet von Freitag bis Sonntag, jeweils von 14 bis 18 Uhr. Sondertermine können mit dem Künstler abgestimmt werden unter: konsum@ist-einmalig.de. Der Eintritt ist frei. Bezüglich Corona gelten die gesetzlichen Bestimmungen.

 

Bild & Titel /Copyright NEDE 2022

„Schnäppchenjäger“, Papiertüte mit Bauschaum gefüllt und auf Holzstab aufgespießt

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