Kulturzentrum Bessunger Knabenschule im Oktober

Foto: Jürgen Volkmann

Luise Volkmanns LEONESauvage

Preisträgerinnenkonzert Kathrin-Preis 2021 Die Kölner Saxofonistin Luise Volkmann wird mit dem „Kathrin-Preis – Scholarship for Young Jazz Improvisers“ 2021 ausgezeichnet. Der Preis ist nach der 2016 im Alter von nur 44 Jahren verstorbenen Berliner Jazz-Saxofonistin Kathrin Lemke benannt.
Gemeinsam mit Kathrin Lemkes Mutter, Irene Lemke-Stein, der Mannheimer DESTAG-Stiftung, dem Internetportal jazzpages.de und der Zeitschrift JAZZTHETIK stiftet das Jazzinstitut Darmstadt die Auszeichnung, die alle zwei Jahre in Form einer vollfinanzierten, einwöchigen Werkstattphase in Darmstadt gewährt wird. Diese Workshop-Woche fand bereits vom 11. bis 17. April 2021 statt und endete mit einem Werkstattkonzert in der Bessunger Knabenschule, das coronabedingt nur gestreamt werden konnte. Die offizielle Verleihung des Kathrin-Preises an Luise Volkmann und das Konzert mit LEONESauvage finden nun im Rahmen des 17. Darmstädter Jazzforums „Roots_Heimat – Wie offen ist der Jazz?“ statt.
„Luise Volkmann ist eine geradezu idealtypische Trägerin des Kathrin-Preises. Ihre intensive Auseinandersetzung mit den afroamerikanischen Wurzeln und Konventionen des Jazz, immer im Bewusstsein um die eigene Position einer im Hier und Jetzt spielenden westeuropäischen Musikerin, nimmt Diskurse auf, die in der heutigen Zeit viele junge Menschen weltweit bewegen.“ (Wolfram Knauer, Jury-Vorsitzender und Leiter des Jazzinstituts Darmstadt)

Fr 01.10. – 20.00 Uhr Luise Volkmanns Leone Sauvage, Eintritt 10,00 €

 

1700 Jahre jüdisches Leben: Sistanagila

Musik aus zwei uralten Kulturen. Die in Berlin lebenden israelischen und iranischen Musiker suchen mit ihrem bemerkenswerten Projekt den Dialog.
Die Bandmitglieder von Sistanagila demonstrieren dies, indem sie aufeinander zugehen, einander neugierig lauschen und zusammen musizieren. Getragen von jahrhundertealter jüdischer und iranischer Musiktradition begeben sich die Musiker auf eine Reise, die sie am Ende zu sich selber führt.
Das Sextett bedient sich sowohl folkloristischer und religiöser Melodien aus Klezmer, sephardischer und traditionell persischer Musik als auch moderner und klassischer Kompositionen. Die unterschiedlichen Melodien und Motive, neu arrangiert mit Einflüssen von Flamenco und Jazz bis hin zu Progressive Metal, verschmelzen zu einer Musik, die etwas ganz Neues entstehen lässt und eine Brücke zwischen zwei Welten baut.
Yuval Halpern Gesang, Leitung | Hemad Darabi Gitarre | Jawad Salkhordeh Tombak | Avi Albers Ben Chamo Kontrabass| Omri Abramov Saxophon | Babak Shafian Initiator und Management

Eine Veranstaltung der jüdischen Gemeinde Darmstadt in Kooperation mit der Bessunger Knabenschule
So 17.10. – 18.00 Uhr 1700 Jahre jüdisches Leben: Sistanagila, Musiker aus Iran und Israel
Eintritt 11,00 Euro, ermäßigt 9,00 Euro

 

Viento Terral

Internationales Quintett aus Köln. Das aufregende Kölner Latin Jazz Quintet, das früher unter den Namen der Mitglieder oder dem Titel ihres ersten Albums „Eh ‚Neeky“ bekannt war, hat sich letztes Jahr einen Bandnamen gegeben. Willkommen in der Welt, „Viento Terral“! Viento Terral war eine eher zufällige musikalische Formation, innerhalb weniger Wochen wurde das Debütalbum erarbeitet, einstudiert und aufgenommen. Was dabei herauskam, übertraf alle ihre Erwartungen und wurde schon 2017 und 2019 mit großem Erfolg in der Knabenschule präsentiert. Viento Terral: Ein nautischer Begriff, der sich auf eine Art Küstenwind bezieht. Hier deutet er auf die Erdigkeit der Drums, die virtuose Vitalität der Percussion sowie auf die „Windkraft“ der Posaune hin. Die Band überrascht durch die souveräne Verbindung energetischer Latin-Rhythmen mit anspruchsvollen Jazz-Harmonien. Viento Terral präsentieren feinsten instrumentalen Latin-Jazz und bringt dabei fünf international anerkannte Musiker zusammen, die alle tief in der aktuellen Jazz- und Latin-Szene verwurzelt sind. Andy Hunter (USA/trombone) | Thomas Böttcher (D/piano) | Juan Camilo Villa (Kolumbien/bass) | Sebastian Nickoll (D/congas) | Daniel Hahnfeld (D/timbales)

Fr 22.10. – 20.00 Uhr Viento Terral
Internationales Latin-Jazz-Quartett

 

Jazz gegen Apartheid

Musik von Johnny Dyani und Fotografie von Jürgen Schadeberg. Die Begegnung zweier großer Chronisten Südafrikas in Konzerten und Fotografie aus Anlass des 35. Todestages des Komponisten Johnny Dyani. Der Komponist Johnny Dyani (1947-1986) porträtierte als musikalischer Chronist seine Zeitgenossen. Diese Porträts von Musikern und Befreiungskämpfern wie Steve Biko, Kippie Moeketsi, Nick Moyake werden mit der Fotografie von Jürgen Schadeberg zu einem Gesamtkunstwerk zusammengeführt. Die Musik des vor nunmehr 35 Jahren verstorbenen Komponisten, Bandleaders, Bassisten ist grandiose Kunst, zugleich Geschichte des leidenschaftlichen Kampfes gegen Apartheid, Biographie eines Lebens im Exil und lückenlose Dokumentation aus 25 Jahren Exilgeschichte.
Der Fotograf Jürgen Schadeberg (1931-2020) gilt als Chronist Südafrikas und hat auf die politischen Veränderungen des Landes eingewirkt. Sein kritischer Blick garantierte ihm die Verfolgung durch die alten Herrscher und die Wut der neuen Unterdrücker. Schadeberg zog 1950 nach Johannisburg und arbeitete für das Magazin „Drum“, das vor allem von der schwarzen Bevölkerungsmehrheit gelesen wurde. Er portraitierte zahlreiche bekannte schwarze Südafrikaner und stellte das Leben in den Townships dar. Zu seinen berühmtesten Fotografien zählt ein Portrait von Nelson Mandela, das Schadeberg 1994 in dessen ehemaliger Gefängniszelle auf Robben Island aufnahm.
Eine PowerPoint Präsentation begleitet alle Konzerte im Oktober 2021.
Line-Up: Claude Deppa trp | Allen Jacobson tb | Tobias Delius sax | Daniel Guggenheim sax | John Edwards bass | Christopher Dell vib | Makaya Ntshoko dr | Christian Lillinger dr ©Barbara Aumüller (2016) Eintritt 15,00/13,00 €

Fr 29.10. – 20.00 Uhr Jazz gegen Apartheid
Eintritt 15,00/13,00 Euro
Musik von Jonny Dyani, Fotos von Jürgen Schadeberg

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